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Trockeneisstrahlen ist ein neuartiges Strahlverfahren, welches reiskorngroße Trockeneispellets als Strahlmittel einsetzt. Entwickelt wurde diese Technik in der Flugzeugindustrie, wo sie vor allem bei der Reinigung bewegter Bauteile (Triebwerke, Fahrwerk, hydraul. Komponenten) und der Entlackung von Flugzeughäuten eingesetzt wird. Hierzu werden die Trockeneispellets, wie von herkömmlichen Strahlverfahren bekannt, in einem Luftstrom beschleunigt und mittels Strahlpistole auf die zu reinigende Oberfläche gestrahlt.

Der Erfolg des Strahlverfahrens beruht auf mehreren Gegebenheiten:
Mit einer Spezial-Strahlanlage werden die Pellets auf eine Geschwindigkeit von ca. 300 m/s beschleunigt. Beim Aufprall der Pellets (-78,5°C) auf das zu strahlende Objekt (≈ 20°C) entsteht ein punktueller Thermoschock mit Temperaturunterschieden bis zu 100°C. Folge: Der zu entfernende Belag zieht sich schlagartig zusammen, versprödet und wird rissig. Die nachfolgenden Pellets dringen in diese Risse ein, geben ihre kinetische Energie ab, wobei das Trockeneis hier vom festen Aggregatzustand sofort in einen gasförmigen übergeht (sublimiert) und sein Volumen auf das 700-fache vergrößert. Unterwanderte Verschmutzungen werden regelrecht "weggesprengt". Darunterliegende Oberflächen werden nicht abrasiv beschädigt, da die Pellets nur eine geringe Härte von ca. 2 MoH´s besitzen.

Der Einsatzschwerpunkt liegt hier bei der Entfernung bituminöser Beschichtungen (Unterbodenschutz), schonende Entlackung, Motorreinigung, Reinigung und Entfettung bewegter Bauteile und vieles mehr.

Trockeneisstrahlen ist hochgradig umweltverträglich. Gewonnen wird das notwendige CO2 entweder als Abfallprodukt in der Industrie oder es wird unter geringem Energieaufwand der Atmosphäre entzogen. Durch das Trockeneisstrahlen wird der Atmosphäre nicht mehr CO2 zugeführt, als ihr vorher entzogen wurde.

Das Strahlmittel selbst ist im Einsatz rückstandsfrei, grundwasserneutral, und absolut ungiftig. Eine kostenintensive Entsorgung von verbrauchtem Strahlgut entfällt ebenso wie das Anbringen einer Schmutzschürze, um das Verwehen von Strahlstaub in die nähere Umgebung zu verhindern.

Sandstrahlen ist das konventionelle Strahlverfahren, welches in der Oberflächenbehandlung seit ca. 15 Jahren im Einsatz ist. Durch ständige Weiterentwicklung sowohl der Strahlgeräte als auch der Strahlmittel wird diese Strahltechnik heutzutage auch Anforderungen im High-end-Bereich gerecht.

Abrasive (materialabtragende) Arbeiten
Unterschiedlichste Sandstrahltechniken finden ihren Einsatz bei der Entfernung von Rost, Lack- und Zunderschichten, auch schwer zugängliche Stellen sind hier kein Problem. Der Einsatzschwerpunkt liegt hier bei Metallbauteilen, Rohkarossen, Werkstücke aus Buntmetall.

Non-abrasive (reinigende, oberflächenveredelnde) Arbeiten
Unterschiedlichste Sandstrahltechniken finden bei der Oberflächenveredelung ihren Einsatz. Die Bandbreite reicht von einer Reinigung bis hin zur Oberflächenverdichtung von Werkstücken, wie z.B. Aludruckgußformen. Der Einsatzschwerpunkt liegt hier bei Kunststoffformen, Aludruckguß, Werkstücke aus Buntmetall, oder auch div. Baugruppen in der Oldtimerrestauration.